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Der kalte Krieg

Es gibt ein kleines Land in Europa, dass kaum jemand kennt. Auf den meisten Karten ist es nichtmal eingezeichnet und ausser den Bürgern wissen nicht viele von seiner Existenz. Dieses Land, welches knapp 19.000 Einwohner hat und direkt südlich von Italien liegt, ist friedlich und schön. Die Landfläche besteht zu 90% nur aus Strand und die meisten Leute dort sind glücklich.

 

Eines Tages saß ich also am Strand in einem Café, nicht wissend dass ich das italienische Staatsgebiet bereits verlassen hatte. Erst als ich die Rechnung sah, wurde ich stutzig:

Ein Becher Quatschomatscho 88,65 Los Spackos (inkl. 1% Iamsosorry-Steuer)

 

Zwei Männer in schwarzen Anzügen kamen auf mich zu. Langsam schob ich meine Hand in die rechte Seitentasche meines Jacketts und umklammerte den kalten Stahl meiner M-16A2. Adrenalin schoss in rauen Mengen durch meinen muskelbepackten Körper, doch meinem Model-Gesicht war nicht die geringste Regung anzumerken. Mit meinem 300-IQ Gehirn hatte ich in wenigen Millisekunden jeden möglichen Ausgang des Kampfes durchgerechnet - ich ging immer als Sieger hervor. Das sollte keine Probleme geben.

 

Doch es kam ganz anders. Die Männer waren sehr freundlich, bezahlten meine Rechnung (es gibt einen Schein, der genau 88,65 Los Spackos wert ist, er hat die Form eines Frosches) und baten mich mitzukommen. "Es geht um die nationale Sicherheit" sagten sie nur. Neugierig geworden folgte ich ihnen. Sie führten mich zu einem kleinen Mann in einem grauen Anzug. Er hatte einen viereckigen Kopf und den tollsten Schnurbart, den ich nördlich vom Äquator je gesehen hatte. Hier ein Foto von ihm:

 

 

Nelson: "Mein guter Herr, es ist geil Sie endlich mal kennenzulernen. Ich bin Nelson."

PiA: "Die Freude ist ganz meinerseits. Nur bin ich ehrlich gesagt etwas verwirrt, ich verstehe nicht was Sie von mir wollen?"

Nelson: "Geduld, Geduld. Es wird sich alles aufklären. Darf ich Ihnen eine Brezel anbieten?"

PiA: "Ja, mit Butter."

Nelson: "Haha, Butter. Also folgendes: Unser Land steckt zur Zeit in einer nationalen Krise."

PiA: "Welcher Art?"

Nelson: "Wir leiden an Überbevölkerung. Dreihundertfünfundsechzig Sonnentage im Jahr machen anscheinend sehr fortpflanzungsfreudig. Jedenfalls reicht die Fläche unseres Landes nicht mehr um Platz für alle Bürger zu bieten."

PiA: "Das klingt ja furchtbar. Also, ich muss jetzt gehen."

Nelson: "Nicht so schnell, mein FREUND. Wir haben einen Plan zur Erweiterung unseres Lebensraumes ersonnen und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir ein anderes Land dieser Erde erobern müssen."

PiA: "Okay."

Nelson: "Nach detaillierter Analyse aller in Frage kommenden Staaten sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir mit unserem derzeitigen Militärkontigent nur gegen Land eine reelle Chance haben."

PiA: "Das da wäre?"

Nelson: "Wir werden den Vatikan angreifen."

PiA: "Den Vatikan?"

Nelson: "Richtig. Seine militärische Stärke ist armselig und aus den verskalvten Bürgern werden wir Soldaten machen, um dann in ein weiteres Land einmarschieren zu können, und so weiter und so weiter. Sie sind doch anerkannter Militärstratege? Was sagen Sie dazu?"

PiA: "Ohmann, Nelson..."

Nelson: "Alles ist genau durchgeplant, die Operation trägt den Namen 'Nightfall'."

PiA: "Ohhhhhgott, bist du dumm Nelson."

Nelson: "Was?"

PiA: "Das ist doch eine Milchmädchenrechnung, Nelson."

Nelson: "Häh?"

PiA: "ONE DOES NOT SIMPLY WALK INTO VATIKANSTADT."

Nelson: "Ich verstehe nicht?"

PiA: "Mensch, da gibt es Fallen und alles. Glaubst du der Papst war umsonst 14 Jahre in der Scharfschützenschule? Das ist ein eiskalter Killer, er gebietet über eine riesige Armee von Orks."

Nelson: "Also davon habe ich noch nie gehört."

PiA: "Doooch, das ist aber bekannt."

Nelson: "Wir haben 295 top ausgebildete Männer, ich glaube nicht..."

PiA: "Es könnten 295.000 sein, das ist nichts weiter. Eine Zahl auf einem Papier, ein Mückenschiss. Und selbst wenn ihr es schafft, denkt doch auch mal an die Kinder."

Nelson: "Im Vatikan gibt es Kinder?"

PiA: "Ja sicher. Und was für welche! Brutale Axtkinder, denen ist es egal ob sie Spinat oder Leichen frühstücken."

Nelson: "Gute Güte, das wusste ich gar nicht!"

PiA: "Und das war erst der Anfang. Der Palast ist ein riesiges Labyrinth voller Luftballoons. Doch die sind nicht mit Zuckerguß gefüllt wie normale Luftballoons, sondern mit H²O, auch bekannt als 'Schwefelsäure'."

Nelson: "Wie schrecklich."

PiA: "In der Tat. Von daher würde ich lieber mal die Pfoten stillhalten und eine konstruktive, realistische Lösung für Ihr Problem suchen."

Nelson: "Ja, aber was nur? Haben Sie einen Vorschlag?"

PiA: "Seegurken."

Nelson: "Häh?!?!?"

PiA: "Sie werden ein neues Gesetz erlassen, dass mit sofortiger Wirkung Seegurken zum einzig erlaubten Nahrungsmittel ernennt. Wenn man sich ausschließlich von Seegurken ernährt, dann wachsen einem nach wenigen Monaten Kiemen. Dann kann Ihr Volk unter Wasser leben und die goldene Glocke des Schicksals läutet ein neues Zeitalter ein."

Nelson: "Das ist..... GENIAL!!"

PiA: "Ich weiss."

 

 

Seitdem schaue ich oft auf das Meer hinaus. Wenn sich die tiefblauen Wellen an schroffen Felsen brechen, so bricht oft auch mein Herz. Doch wenn alles verloren scheint, dann springt eine kleine Meerjungfrau empor und leckt mir übers Gesicht.

Sie sagt: "Du weisst, ich erfülle dir jeden Wunsch, Süßer."

Ich sage: "Ja ich weiss. Keiner ist so nett wie du, Nelson."

 

 


 

 

16.3.08 00:05
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mouton noir / Website (17.3.08 00:02)
Gibt es auch ein Nahrungsmittel, das Schafe befähigt, zu fliegen und über den Wolken zu leben? Ich glaube nicht daran, dass Red Bull irgendeine Wirkung zeigt - nicht einmal eine zeitlich begrenzte.


anastasia ab soleil (17.3.08 17:34)
wie kommst du eigentlich immer auf so geile ideen? ich hab mich wieder mal weggeeimert vor lachen. ^^

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